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08 Mai 2007

Wordpress-Plugins: Blog-Carnival

Michael vom Softwareguide-Blog hat einen Blog-Carnival ausgerufen mit dem Thema: "Was sind deine liebsten Wordpress Plugins?".

Einen Zwischenstand aller eingereichten Artikel gibt es hier.


Aufmerksam geworden bin ich auf diese Aktion durch einen Artikel bei Basic Thinking.

Auch wenn dieses Blog nicht auf Wordpress läuft, habe ich doch beruflich sehr viel mit Wordpress zu tun und realisiere auch private Projekte mit diesem System.

Bei der Realisierung von Danglar:reloaded in Wordpress war ich auf der Suche nach einem Foren-Plugin, welches sich nahtlos in WP integriert. Darum stelle ich hier heute das SimpleForum vor.

Simple Forum

Im Gegensatz zu vielen anderen Foren-Lösungen für Wordpress ist das SimpleForum ein echtes[tm] Plugin. Hochladen, aktivieren, konfigurieren, fertig. So einfach kann es sein.

Obwohl die erste Version des SimpleForums imho erst um Weihnachten 2006 erschien ist es mitlerweile ein sehr ausgereiftes Plugin und muss sich in Punkto Funktionsumfang auch nicht hinter anderen nicht WP-Lösungen verstecken. Dabei ist der Name jedoch stets Programm geblieben.

Den Funktionsumfang der vor wenigen Tagen erschienen Version 1.10 könnt ihr hier nachlesen (unter "Features").

Das Forum wird von Andy sehr gewissenhaft und regelmäßig gepflegt und er nimmt sich im Supportforum auch immer Zeit persönlich auf Probleme oder Wünsche einzugehen.

Die Konfiguration ist sehr einfach und die Einstellmöglichkeiten enorm.

Klar kann ein so junges Projekt nicht mit Größen wie phpBB und Co mithalten, will es aber auch garnicht, da viele Funktionen die diese Projekte bieten mittels anderer Plugins in Wordpress durchaus eleganter realisiert werden können.

So wie ich Andy kenne ist seine to-do-Liste wie immer sehr lang und er wird das SimpleForum in Zukunft noch um einige sinnvolle Funktionen erweitern.

20 Februar 2007

Kurioses aus meinem Arbeitsleben 3

Ich habe mich mal auf eine Ausbildungsstelle als "Fachkraft für Veranstaltungstechnik" beworben. Das Vorstellungsgespräch war eine der seltsamsten Begegnungen die ich bisher hatte.

Ich war zu 10 Uhr eingeladen worden und war schon um halb 10 vor Ort. Bis 10 vor habe ich noch im Auto gesessen und vorsucht meine Nervösität in den Griff zu bekommen, habe meine Unterlagen gecheckt und mir noch ein Kaugummi gegönnt.
Um kurz vor 10 bin ich dann in den Laden reinmarschiert und habe mich vorgestellt und gesagt ich hätte bei Herrn X einen Termin. Die nette Dame am Empfang erklärte mir, dass Herr X noch nicht im Haus sei und sie nichts von einem Termin wüsste. Na toll, guter Start. Zum Glück hatte ich den Brief mit im dem mir der Termin mitgeteilt wurde. So bemühte die nette Dame sich ihren Chef ans Telefon zu bekommen, was auch gelang. Er meinte wohl, er wisse das mit dem Termin, würde aber noch etwas brauchen, ich solle bitte warten.
Bis halb 12 habe ich gewartet, bis er endlich auftauchte mir kurz die Hand gab und in seinem Büro verschwand...ohne irgendwelche Anstalten zu machen, dass ich doch bitte mitkommen solle. Da stand ich nun.
Ich wollte schon gehen, da ging die Tür auf und er meinte "Ich muss eben noch ein paar Dinge regeln, dann habe ich Zeit für Sie.". Ich also wieder gewartet.
Kurz nach 12 bat er mich dann ins Büro und lies sich meine Unterlagen geben. keine 5 Minuten später kam eine etwas ältere Dame ins Büro mit einem großen Teller mit Kartoffeln, Rotkohl und Braten drauf...das Mittagessen für den Chef (ich vermute mal die Dame war seine Frau).
Eine geschlagene halbe Stunde futterte er mir einen vor und ich kann wirklich nicht behaupten, dass er Tischmanieren hatte :(. Außerdem muss man bedenken, dass ich morgend um halb 8 zu Hause losgefahren war, da ich so aufgeregt war, natürlich ohne Frühstück und ich einen mords Kohldampf hatte.
Nachdem er nun sein Gelage beendet hatte tätigte er noch ein paar Telefonate um irgendwann wohl wieder zu registrieren, dass ich noch in einem Büro saß. Er rief dann einen seiner Mitarbeiter, die mich mal durch den Betrieb führen sollten, da er grade keine Zeit hätte.
Mittlerweile war es schon halb 2...die Führung dauerte bis kurz nach 2, dann rief der Chef seinen Mitarbeiter an, er habe jetzt Zeit für mich. wir also wieder zurück zum Chef und er meint ich solle mitkommen. Führt mich nochmal durch den Laden, erklärt wie toll er ist und meint er müsse nochmal wohin, ich solle aber mitkommen, man könne sich ja unterwegs weiter unterhalten.
Wir also in seinen dicken Merci und fast ne Stunde zu einem Veranstaltungsort gekachelt (das Tacho war nur seltenst unter 200)...von einer "Unterhaltung" während der Fahrt habe ich nichts mitbekommen, erstmal weil er nichts gesagt hat und zweitens, weil er laut irgendwelche Blas- und Volksmusik angemacht hat. Ich hätte kotzen können...hab mich dann aber doch eines besseren besonnen.
Als wir endlich da waren, fragte er mich auf dem Weg vom Parkplatz zum Ort des Geschehens noch ein paar banale Dinge, nur um dann mit einem gut gekleideten Herrn für die nächsten 45 Minuten irgend wohin zu verschwinden und mich in der großen Halle stehen zu lassen...alleine.
Irgendwann kamen die Beiden wieder und ich wurde in das Gespräch ein wenig involviert. Gegen 16 Uhr machten wir uns wieder auf den Rückweg. Dank eines Staus waren wir erst gegen 18 Uhr wieder in seinem Büro.
Dann sagte er: "Ausbildungsvergütung sind 200 DM, durch Überstunden und Wochenendjobs kannst du dir was dazu verdienen...bis zu 1000 DM Extra. Meld dich morgen, wenn du den Job haben willst, wenn nicht, meld dich einfach nicht...tüss." Und so stand ich um kurz vor halb 7 Abends ziemlich mies gelaunt auf der Straße.
Ich bin dann nach Hause gefahren, war erst um 22 Uhr da, Stau, hab mich in mein Zimmer eingeschlossen und glaub ich erstmal ne Stunde oder so geheult. Ich war total am Ende...das war echt nicht mein Tag.

Ich habe mich am nächsten Tag natürlich nicht beim ihm gemeldet, allerdings dem Arbeitsamt eine Meldung gemacht, dass sie doch bitte bitte nie wieder irgendeinen potenziellen Azubi zu diesem Betrieb schicken mögen.

02 Februar 2007

Ewige Jagdgründe?

Seit über 90 Minuten versuche ich jetzt schon jemanden bei der kostenpflichtigen Hotline (98 Cent/Min) bei Manitu an den Draht zu bekommen, die ersten 20 EUR sind bestimmt schon durch, nur findet sich auf der Gegenseite scheinbar niemand der den Hörer abnehmen möchte.
Auch an die anderen beiden Telefonnummer geht keiner ran. Auf der Website steht allerdings, dass zumindest der Support Montags bis Freitags von 8-18 Uhr besetzt ist. Erreichbar ist trotzdem niemand...und ich bin ziemlich stinkig, da mir der Kunde und mein Chef im Nacken sitzen. *grummel*

21 Dezember 2006

Kamikaze Radler

In der Nähe meiner Arbeitsstelle befinden sich drei Schulen. Wenn ich morgens zu halb 8 zur Arbeit fahre begenen mir Horden von radelnden Kindern und Jugendlichen.
Die meisten (ca. 80% würde ich mal schätzen) haben garkein Licht am Rad beim Rest kann man von Glück sagen, wenn eines der beiden Lichter funktioniert. Lediglich ältere Radfahrer, ich vermute mal Lehrer, haben in den meisten Fällen zwei funktionierende Lampen am Rad.

Wenn mich meine Erinnerung nicht all zu sehr täuscht war das zu meiner Zeit anders. Bis auf die Sache mit den Lehrern, waren imho die Verhältnisse vertauscht.

Neben der Nichtbeleuchtung der Räder kommt morgens auch immer mehr eine absolute Ignoranz gegenüber der StVo zu Tage. Rechts vor Links ist wohl abgeschafft worden, genauso wie Ampeln, Handzeichen, Bremsen, Klingeln etc.

Mir graut es vor dem Tag an dem mir eine Truppe unbeleuchteter Radfahrer vor die Motorhaube knallen.

Trott

Ich fahre jeden Morgen 25km über die Autobahn um zur Arbeit zu kommen. Anfänglich habe ich mir gedacht es macht ja eh nur 5 Minuten aus, ob ich 90 oder 150 fahre, allerdings spart Tempo 90 deutlich Sprit. Drum habe ich mich anfänglich jeden Morgen wenn ich zur Arbeit gefahren bin hinter einen LKW geklammt und bin gemütlich mit 90 zur Arbeit gefahren. Nachmittags hat sich das Spiel wiederholt. Resultat waren sehr entspannt 30 Minuten Fahrt zu Arbeit und wieder zurück bei einem Verbrauch von ca. 7 Litern Super.

Mitlerweile hat sich alles geändert, es gibt kaum einen Tag an dem ich nicht mit 150 (oder mehr...wenn es bergab geht ;)) hin und her rase. Ich will den Weg nurnoch so schnell wie möglich hinter mich bringen.

12 Dezember 2006

Fiasko

Heute morgen ist meine Festplatte abgeraucht. Hardwareschaden...irreparabel vermutlich. Alle Daten verloren...und natürlich keinen aktuellen Backups. Ich habe echt miese Laune. Das wird wieder zwei Tage kosten ein neues System aufzusetzen *grummel*.

07 Dezember 2006

Eigenes Wordpress Theme vs. Anpassen eine fertigen Themes

Da ich im deutschen Wordpress-Forum recht aktiv bin fällt mir immer wieder auf, dass viele Webmaster versuchen ein fertiges Theme an ihre Bedürftnisse anzupassen und daran kläglich scheitern.

Solange nur die Header-Grafik ausgetauscht wird ist das alles kein Problem, geht es jedoch darum die Sidebar von links nach rechts zu verschieben, die Dimensionen von Elementen zu ändern oder anderer Dinge wird meist der teilweise recht komplexe Quellcode ein unüberwindbares Hinderniss.
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass ich lieber in eigenem Code wurschtel, als fremden zu anaylieren und zu modifizieren. Es geht einfach viel schneller.

Die meisten der oben erwähnten Webmaster wären auch gut damit beraten ein eigenes Theme in Angriff zu nehmen. Wordpress macht es einem wirklich nicht schwer.
Es gibt eine interessante Diskussion im deutschen Forum, welche Kenntnisse man braucht um mit Wordpress auf unterschiedlichen Leveln arbeiten zu können.

Um ein eigenes Theme auf die Beine zu stellen braucht man nicht viel...solides Wissen über semantisches (X)HTML und CSS und einen Überblick über die Möglichkeiten von Wordpress.

Das einfachste ist ein funktionierendes (X)HTML-Template zu basteln und dieses dann mit den Wordpress Funktionen anzureichern.

28 November 2006

Weihnachtsgeld

Mein Cheff hat beim Überweisen des Gehalts das Komma vergessen. Macht 10000% Weihnachtsgeld. Ich hatte zwar irgendwann mit einer Gehaltserhöhung gerechnet, aber nicht wirklich in diesem Ausmaß *g*.

Ist ihm aber noch aufgefallen, so dass das Geld zurückgebucht wurde :(.

19 Oktober 2006

ColdFusion, eine Alternative zu PHP

Es gibt unzählige Programmiersprachen um Anwendungen für das Web zu entwickeln. Die bekannteste dürfte PHP sein, allerdings gibt es auch noch Perl, ASP, Python, Java, .Net und ColdFusion und unzählige mehr. Diese 6 dürften neben PHP jedoch die bekanntesten sein.
Dieser Beitrag soll sich um ColdFusion drehen, der Programmiersprache meiner Wahl, wobei ColdFusion eigentlich die Serversoftware bezeichnet. Die zugehörigen Sprachen sind CFML und cfscript. Ich werde mich hier erstmal auf CFML beschränken.

Kurzer Abriss zur Geschichte:


  • 1995 von Allaire auf den Markt gebracht

  • 2001 wurde Allaire von Macromedia aufgekauft

  • 2001 bringt Macromedia das erste MX Paket raus und packt ColdFusion Dev dazu

  • 2002 zertifiziert Sun ColdFusion als 100% Java kompatibel

  • 2005 hat Adobe Macromedia übernommen.



ColdFusion ist mitlerweile so flexibel, dass Inhalte als (X)HTML, Flash oder PDF ausgeliefert werden können.

Zurück zu CFML :). Das erste was man mit einer neuen Sprache ausprobiert ist "Hallo Welt!". In CFML sieht das so aus.


<cfset mytext = "Hallo Welt!">
<cfoutput>#mytext#</cfoutput>


Der Code kann einfach in einen (X)HTML Quelltext eingefügt werden. Die Endung der Datei sollte dann CFM lauten.
ColdFusion unterscheidet nicht zwischen Groß- und Kleinschreibung und auch der Variablentyp ist universell.

Eine If-Abfrage würde so aussehen

<cfif mytext eq "Hallo Welt!">
<cfoutput>#mytext#</cfoutput>
<cfelse>
Huhu!
</cfif>


Als Operatoren hat man "LT" (kleiner als), "GT" (größer als), "EQ" (gleich), "LTE" (kleiner oder gleich), "GTE" (größer oder gleich) und "contains" (enthält). Außerdem noch "NOT" um alles zu negieren.

CFML ist durchgehend TAG-basiert, was bei Leuten die schon mit HTML umgehen können sehr schnell zu Erfolgen führt, da sich diese keinem Codewust gegenüber sehen, sondern "einfach nur" ein paar TAGs mehr lernen müssen.

Es gibt auch in Deutschland viele Hoster die ColdFusion unterstützen und mit Farcry gibt es auch ein sehr leistungsfähiges Opensource CMS, welches keine Wünsche offen läßt.
als Entwicklungsumgebung empfiehlt sich der Dreamweaver, aber auch Eclipse mit CF-Plugin leistet sehr gute Arbeit.

Weitere Infos gibt es u.a. hier
http://de.wikipedia.org/wiki/Coldfusion

18 Oktober 2006

Frustkauf

War bei Lidl und hab mich mit Nervennahrum eingedeckt: 2 Pakete Butterkekse, 2 Tafeln Schokolade, eine Tüte Gummibärchen und ein Paket Waffeln.
Ich sehe es schon kommen, nachher bin ich nicht nur frustriert, sondern mir ist auch noch speiübel. *seuftz*

Frust 2

Ich sitze immer noch an dem Projekt, bei dessen Layout ich kapitulieren musste. Mittlerweile bin ich jedoch soweit, dass das Layout steht. nur die Umwandlung in ein Wordpress Template bereitet mir schon seit einer Woche Kopfschmerzen.

Keine Lösung in sicht, Zeitplan um mittlerweile 2 Wochen überschritten und in Kürze Abgabe. Es ist doch zum heulen.

10 Oktober 2006

Paradox 2

Öffnet man mit Dreamweaver eine Datei aus der Histoy, welche auf einem passwortgeschützten Netzlaufwerk liegt, erhält man die Fehlermeldung: "Kein Fehler"
Na klasse.

06 Oktober 2006

Frust

Gestern ist es passiert, ich habe vor einem Web-Layout kapituliert. Ich sah mich nicht im Stande eine Vorlage mittels CSS-Layout umzusetzen und habe dann frustriert ein Tabellen-Layout gemacht. Ich schäme mich so :(.

05 Oktober 2006

Ich habe das Gefühl...

...Manuel lauert mir auf. Immer wenn ich eine E-Mail an Manitu schicke, bekomme ich promt eine Antwort. Das ist doch nicht normal ;).

04 Oktober 2006

Kurioses aus meinem Arbeitsleben 2

Wie schon in der vorangegangenen Geschichte erwähnt, hatte die Firma bei der ich damals arbeitete ihre Server außer am Hauptfirmensitz auch in Barcelona, Madrid und London stehen. Die heutige Geschichte spielt in London.

Mein Kollege und ich waren nach London geflogen, um unsere Server in einem dortigen Rechenzentrum einzurichten. Unser Cheff weilte schon ein paar Tage vor Ort und wohnte im gleichen Hotel wie wir, mit dem kleinen Unterschied, dass sein "Zimmer" mehr als doppelt so groß war wie unsere zusammen.

Nachdem wir eine Nacht im Hotel verbracht hatten, wir waren erst gegen 23 Uhr angekommen, machten wir uns am folgenden Tag daran unsere Server aufzubauen. Nach knapp 16 Stunden bei gemütlichen 18° C im Serverraum *bibber*, machten wir uns gegen kurz vor Mitternacht wieder auf den Weg in unser Hotel.
Kaum dort angekommen fielen wir auch fast augenblicklich in unsere Betten, nur um kurz darauf durch den Anruf unseres Cheffs wieder geweckt und zu ihm zitiert zu werden.
Dieser hatte sich die ganze Nacht schon mit zwei Prostituierten um die Ohren geschlagen und den dreien war der Alkohol ausgegangen. Dank Sperrstunde gab es auch nirgends etwas zu kaufen. Wir aber sollten uns aufmachen doch noch mal eben 2 Flaschen Whiskey zu besorgen, egal woher.

Der Nachtpotier konnte oder wollte uns nicht helfen, so winkten wir uns ein Taxi herbei und fragten den netten Fahrer woher wir denn jetzt, so gegen 1 uhr morgens, denn den gewünschten Whiskey herkriegen könnten.
Der nette Mann hinter dem Steuer musterte uns dann von unten bis oben und meinte "In den Docks, von den Russen."
Mangels Alternative baten wir ihn also uns dorthin zu bringen.

Dort angekommen ermahnte uns unser Fahrer noch: "Ich lasse den Motor laufen und warte genau 5 Minuten, danach bin ich weg!" Mit einem zunehmend mulmigen Gefühl in der Magengegend stiegen wir also aus und machten uns auf den Weg die 100m zwischen Wagen und dem anvisierten Gebäude zu überwinden.
Kurz bevor wir die Tür erreichten, wurde diese geöffnet und ein Mann wie ein Kleiderschrank trat herraus und fragte uns in gebrochenem Englisch mit deutlichem Osteuopäischem Akzent was wir denn hier wollten. Wir erklärten ihm mit schlotternden Beinen, dass wir gerne 2 Flaschen Whiskey käuflich erwerben würden.
In der Zwischenzeit hatten sich 4-5 weitere Gestalten zu uns gesellt, alle riesig und verdammt furchteinflößend.

Unser Gesprächspartner erklärte uns freundlich, aber bestimmt, dass jede uns Flasche schlappe 140 britische Pfund (das Pfund lag damals bei ca 3 DM...grob geschätzt) kosten würde. Während ich das Geld rauskramte hatte mein Kollege wohl einen Aussetzer und versuchte dem Russen mitzuteilen, dass der Preis ja wohl total überzogen wäre.
Die ganze Litanei sorgte dafür, dass sich die Minen der uns umringenden Gestalten etwas verfinsterten und diese langsam näher kamen.

Quai im letzten Augenblick hab ich unserem Verhandlungspartner dann 300 Pfund in die Hand gedrückt. Ich bekam die 2 Flaschen, schnappte mir meinen Kollegen und machte mich schnellen Schrittes auf den Weg zurück zu Taxi.
Kaum das wir eingestiegen waren gab der Fahrer erstmal richtig Gas und fragte uns dann, was dort so lange gedauert hätte. Als ich ihm dann erklärte das mein Kollge mit den Russen verhandeln wollte und ihre Preispolitik angezweifelt hatte, hat er uns für vollends durchgeknallt und lebensmüde erklärt....und ich bin der festen Überzeugung, dass er damit genau ins Schwarze getroffen hatte.

Ich hatte bis dato und seit dem nie wieder so Muffensausen.

28 September 2006

Kurioses aus meinem Arbeitsleben

Zu Zeiten der Dotcom-Blase habe ich als System- und Netzwerkadministrator und Programmierer in einem aufstrebenden Unternehmen gearbeitet. Nach dem mein Cheff eine größere Menge an Venture-Kapital auftreiben konnte, orderte er die von ihm als notwendig angesehene Hardware. Diese belief sich auf 32 voll ausgebaute AMI-Megaplex-Server zu je ca. 150kg, die dazu passenden 32 USVs zu je ca. 50kg, 10 großzugig dimensionierte, extra stabile Stahl-Serverschränke zu je ca. 200kg, die dazu passenden 10 Klimageräte mit auch noch mal je ca. 200kg und ne menge Kleimkram wie 3Com- und Cisco-Switches, 32 TFT-Schubladen und was man sonst noch so braucht. Also alles nur vom (damals) Feinsten und Teuersten. Was mein Cheff allerdings nicht eingekauft hatte, war der Installationsservice, er hatte ja mich und meine Kollegen.
Bei der Menge an Material muß ich wohl nicht extra erwähnen, dass dies nicht mit einem kleinen Lieferwagen angekarrt wurde, sondern eines schönen Samstag morgens ein großer Sattelschlepper auf den Hof fuhr. Wenn mein Kollege und ich nicht an diesem Wochenende Überstunden gemacht hätten, wäre uns eine Menge erspart geblieben.

So wunderten wir uns erst nur über den LKW auf den Hof und nochmehr, dass dieser bei uns klingelte. Unsere Firma residierte im dritten Stock eines ehemaligen Verwaltungsgebäudes mitten in einem Industriegebiet.
Der Fahrer, welcher alleine unterwegs war, gab uns zu verstehen, dass er a) schnell weiter müsse und b) nicht im Traum daran denken würd uns beim abladen zu helfen.
Zu der Zeit wußten wir noch nicht was wirklich auf uns zukommen würde und nahmen frohen Mutes den Fahrstuhl um den Kram abzuladen.

Als der Fahrer die Plane öffnete staunten wir nicht schelcht als er uns erklärte, dass all diese Holzkisten für uns wären und wir diese doch jetzt bitte von der knapp 2m hohen Ladefläche abladen sollten. Wir nahmen eine der kleineren Kisten in Angriff, stellten aber schnell fest, dass schon das Abladen dieser Kiste mindestens mit schweren Verletzungen enden und uns ein Abbo bei unserem Orthopäden einbringen würde.

Nun war guter Rat teuer. Aber jung und ideenreich wie wir damals waren fiel uns schnell etwas ein. Auf dem Nachbargrundstück residierte ein Industrieunternehmen, welches Stahl verarbeitete und ein kleine Flotte an großen Diesel-Gabelstaplern unterhielt.
Mit etwas Überredungskunst konnten wir uns einen dieser Stapler organisieren und den LKW bei schönstem Sonnenschein schon mal abladen, so dass der nette Fahrer doch zügig seine Tour fortsetzen konnte.
Als der Sattelschlepper den Hof verlassen hatte, begann für uns Phase 2. Das ganze Material aus dem Freien zumindest schon mal in die Lobby zu schaffen.
Wir hatten uns dazu überlegt, mit dem Stapler die breite Rampe hochzufahren und die Kisten so nahe wir möglich am Eingang auf unsere Ameise zu laden. Wir hatten nur eine Kleinigkeit nicht bedacht.
Vor der Rampe befand sich ein ein Gitterrost, ca. 2m x 3m, unter welchem sich ein ca. 4m tiefer Lichtschacht, für den Keller befand. Auf die Idee das dieses Rost evtl. nicht den 8t Diesel-Stapler tragen würde sind wir natürlich nicht gekommen. Und so kam was kommen mußte, wir nahmen eine Kiste auf die Gabel und fuhren los. Ihr könnt euch sicher unsere Gesichter vorstellen, als sich der Stapler langsam nach vorne neigte und dann die Haltekonstruktion des Gitterrostes mit unglaublichem Lärm den Geist auf- und nachgab. Der Stapler steckte nun in einem ca. 45° Winkel in diesem Loch. Die Gabel mit der Kiste vorne über den Rand und Hinten bis kurz vor die Hinterräder über der Kante.

Das versetzte unserer Laune doch einen herben Rückschlag. Mein Kollege meinte dann, wohl eher aus purer Verzweifelung, als aus weiser Überlegung: "Mo, hol doch mal deinen Wagen und nen Abschleppseil, dann holen wir den fix hier raus."
Das sich mein damaliger 50PS Golf II Diesel an dieser Aufgabe die Zähne ausgebissen und ein Stückweit die Kupplung und Reifen verschlissen hat dürfte wohl jedem klar sein. Der Stapler rührte sich keinen Millitmeter.
Mitlerweile waren auch schon diverse Personen auf uns aufmerksam geworden und schauten uns leicht belustigt bei unserem Treiben zu.

Wir aber nicht dumm, dachten uns "Wir brauche mehr Power!" und liehen uns noch einen zweiten Stapler vom Nachbarn, diesmal einen der ganz großen, die 16t Version. Allerdings war mein Abschleppseil nicht grade für diese Art der Belastung ausgelegt und quittierte die Anschleppversuche mit einem ordentlichen "Twäng" und riss. Der folgende Versuch mit dicken Stahlketten (auch vom Nachbarn) zeigte uns auf, das der Schotteruntergrund unseres Parkplatzes doch eher suboptimal zur Kraftübertragung geeignet war.
Der folgende Ansatz beruhte auf der Annahme, dass der große Stapler ja theoretisch den Kleinen einfach auf die Gabel nehmen könnte, zumindest hatte man uns versichert, dass die Tragkraft ausreichen sollte. Dummerweise hat so ein versenkter Gabelstapler nicht grade das was man einen günstigen Ansatzpunkt zum Anheben nennt. So kamen wir also nicht weiter.
Wir zählten eins und eins zusammen und erhielten zwei, was uns auf die Idee brachte uns noch einen weiteren Stapler zu leihen und den ersten an Ketten aus der Grube zu heben. Die Unternehmen gelang dann schlußendlich auch unter dem Gejubel von schätzungsweise 100 Menschen. Wir hatten wohl sämtliche Betriebe im Industriegebiet lahm gelegt und für eine ordentliche Kabarettnummer gesorgt.

Nachdem die Gabelstapler zurück gebracht waren, halfen uns noch ein paar nette Zuschauer unseren Kram in die Lobby zu verfrachten. Mit ca. 20 Paar Händen ging das relativ fix.
Doch der Tag war noch nicht verobei, immerhin mußten die Gerätschaften ja in den dritten Stock. Daran hatten wir nicht gedacht, als wir unsere Helfer dankend verabschiedet hatten.
In der Annahme nun das schlimmste hinter uns zu haben, immerhin waren die Sachen im Gebäude und nach oben gab es einen Fahrstuhl beluden wir diesen. Die erste Fuhre bestand aus 2 Servern auf der Ameise, eben jene Ameise und uns zweien.
Viel zu spät fiel uns auf, dass das zulässige Gewicht für unseren kleinen Fahrstuhl grade einmal 250kg betrug. Unseren Maltretierungsversuch quittierte er mit einem Totalausfall...wir vermuteten im Nachhinein, dass wohl einfach die Motoren spontan verglüht sind ;) (der Servictechniker erklärte uns, als er ca. 2 Wochen später kam, dass wohl alles neu gemacht werden müßte).
Bis zum Ende der folgenden Woche wurde dann der ganze Kram über die Treppe an den für ihn vorgesehen Ort transportiert...von 10 Leuten.

Die gleiche Menge an Material galt es dann nochmal in London, Madrid und Bracelona zu bewältigen. Dort wurde der Kram aber zum Glück in großen Rechenzentrem aufgestellt, welche a) genügend Mitarbeiter, b) das passende schwere Gerät, c) eine LKW Laderampe und d) einen Lastenaufzug hatten.

18 September 2006

Screencasting

Mein Cheff möchte unseren Kunden Videotutorials anbieten, was im Prinzip ja nix anderes als Screencasts sind. Ich habe nun die "wundervolle" Aufgabe bekommen einen Demoscreencast zu produzieren. Doch habe ich nicht den geringsten Schimmer worüber. Hat jemand von euch eine Idee?

15 September 2006

Schöne WoW-Gilden-Homepages

Für miene Gilde steht in Kürze ein Relaunch der Gilden-Homepage an. Ich hab mir gedacht "Mo, läßt du dich doch einfach mal von den anderen inspiriren.", doch Pustekuchen. Alle Gilden-Seiten die ich gefunden habe (ca. 40), haben mich nicht wirklich angesprochen.
Habt ihr Links zu tollen Gildenseiten?

Sie quietscht

Meine Tastatur treibt mich in den Wahnsinn. Sie quietscht jedes mal wenn ich die Leertaste drücke. Entweder hol ich mir eine neue Tastatur, oder ich lasse einfach in Zukunft die Leerzeichen weg.

07 September 2006

Familienunternehmen

Ein großes Problem bei der Zusammenarbeit mit Famillienmitgliedern in einem Unternehmen ist es Privates und Geschäftliches nicht zu vermengen. Richtig schwierig wird es, wenn der Eine der Vorgestzte des Anderen ist. Grade bei Geschwistern kann dies zu unschönen Szenen im Büro führen.

Ich arbeite in einem Unternehmen, in dem auch zwei Brüder aktiv sind. Der "große Bruder" ist der Cheff und der "kleine Bruder" ein Angestellter. Fast regelmäßig kommt es vor, dass sich die beiden auf familiärer Ebene "in die Wolle" kriegen. Ursache des ganzen ist die Kritik des Cheffs an der Arbeit des Angestellten. Wenn es bei sowas nur einer Partei nicht möglich ist die nötige Distanz zu wahren, eskalieren solche Situationen sehr schnell.
So geschehen gestern.
Mein Cheff meinte, dass er viel Geld in das Unternehmen investiert hat und auch weiterhin (gerne) investieren wird und will, er allerdings von uns ressourcenschonende und professionelle Arbeit erwartet. Nichts ungewöhnliches also und das Ganze auch bei einem "netten Plausch" ohne irgendwelche Vorwürfe formuliert. Der "kleine Bruder" fühlte sich allerdings scheinbar zu Unrecht kritisiert und verließt nach einem kleinen Wortscharmützel mit den Worten "Jaja, du und dein Geld. Du wirfst es raus und ich muß es ausbaden!" den Besprechungsraum.
Eine wirklich unschöne Situation.

Wenn ich sowas jemals zu einem meiner Vorgestzten gesagt hätte, hätte ich in Kürzester Zeit das Unternehmen verlassen müssen. Was macht man aber bei Geschwistern?

Ich hatte in der Vergangenheit selbst so ein Erlebniss. Für ein paar Jahre habe ich die Webseite meiner Schwester gestaltet, verwaltet und administriert, während sie ihre Karriere bei Film und Fernsehen zusehens erfolgreich vorrantrieb. Irgendwann sind wir dann auch aneinandergeraten, weil sie meinen fachlichen Rat als persönlichen Angriff auf sich gewertet hat. Ich habe dann schnellstmöglich mein Aktivitäten für sie eingestellt, da das ganze auch in die Familie zurückschlug.
Allerdings reden wir bis heute nur das nötigste miteinander und sehen uns nur ein bis zwei mal im Jahr. Vorher war das anders.

Mein Tipp an alle da draußen: Vermeidet es wo es nur geht mit Familienmitgliedern ein geschäftliches Verhaältniss zu haben.